Es ist ein Gebot, dass die Priester, die dazu bestimmt sind, der Öffentlichkeit in Angelegenheiten der Heiligkeit zu dienen, Israel segnen, wie es heißt: „Und Gott redete zu Mose und sprach: Rede zu Aaron und seinen Söhnen und sprich: ‚Segne die Kinder!‘ Möge der Herr sein Angesicht auf euch richten und euch Frieden schenken und meinen Namen auf die Kinder Israels legen Ich werde dich segnen“ (5. Mose 6,27). Diese Mizwa weckt in Israel den Glauben, dass der Segen von Gott kommt. Die Priester sollten ihre Handflächen zum Publikum heben und den Segen mit lauter Stimme sprechen, so dass alle, die vor ihnen stehen, es hören können. Und die Zuhörer sollten vor den Priestern stehen und ihre Aufmerksamkeit auf den Segen richten. Wer sich in der Synagoge hinter den Priestern aufhält oder vor ihnen steht, ihnen aber den Rücken zuwendet, wird nicht in den Segen einbezogen. Aber auch Frauen und Kinder aus der Gemeinde, die nicht in der Synagoge beten müssen, werden in den Segen einbezogen, der sich an ganz Israel richtet. Und Männer, die aus dringenden Gründen nicht in die Synagoge kommen konnten, werden in den Segen einbezogen. Bevor die Priester ihre Handflächen heben, müssen sie ihre Hände nehmen. Es ist üblich, sich damit zu rühmen, dass Mitglieder des Stammes Levi die Hände der Priester ergreifen. Vor dem Priestersegen müssen die Priester ihre Schuhe ausziehen.